Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, Asien

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Ein Rüblick auf die Weltausstellung in Dubai – wie war die EXPO 2020?

Wer träumt nicht von einer Weltreise oder davon, die Weiten des Weltalls zu erkunden? Für die meisten von uns ist zumindest letzteres so gut wie unerreichbar, für ersteres fehlt uns meistens die Zeit. Aber was wäre, wenn man diese Vorhaben an einem langen Wochenende in die Tat umsetzen könnte? Klingt unmöglich? Vom 1. Oktober bis zum 31. März hatten Sie die Zeit dazu: Auf der EXPO 2020, die diesmal mitten in einer der größten Metropolen der Welt, nämlich im Wüstenemirat Dubai stattfand. Bereits die Eröffnungsfeier des Mega-Events war ein Publikumsmagnet und lockte über 14 Millionen Besucher aufs Ausstellungsgelände. Ebenso beeindruckend gestaltete sich über Wochen und Monate das Programm, mit dem die Veranstalter und Gastländer ihre Besucher aus aller Welt begeisterten, sowie die atemberaubende Abschiedsveranstaltung, die diesem Event der Superlative einen würdigen Abschluss verleihen sollte. 

Motto und Programm – ein Event der Extraklasse

Die Weltausstellung stand diesmal unter dem visionären Motto Connecting Minds, Creating the Future, als Gedanken, aber auch Menschen verbinden und die Zukunft gestalten. Diese Zukunftsvision mit den drei Bereichen Sustainabilit (Nachhaltigkeit), Mobility (Mobilität) und Opportunity (Chancen), die in mehreren Pavillons erforscht wurden, überzeugte durch eine Universalität, die man so im Rahmen einer Weltausstellung noch nie gesehen hatte. Die Themenpavillons öffneten bereits in einer einmaligen Preview bereits vor dem offiziellen Start der EXPO 2020 und der Nachhaltigkeitspavillon Terra kann sogar noch bis zum 20. April besucht werden. Als Maskottchen waren der ghaf-Baum Salama, die Geschwister Latifa und Rashid sowie Alif, Opti und Terra als Vertreter der Themenbereiche Mobilität, Chancen und Nachhaltigkeit für das Gelingen der EXPO 2020 verantwortlich. 

Erstmals in der langen Geschichte der Weltausstellung, die erstmals 1851 auf Anregung Prinz Alberts im Londoner Hyde Park stattfand, präsentieren sich insgesamt 192 Teilnehmer in einem eigenen Pavillon: Von Afghanistan und den Bahamas über Libyen und die Republik Molda bis zu Südkorea und Tonga – hier scheint wirklich die ganze Welt an einem Ort zusammengekommen zu sein. So einfach konnte man noch nie in den Genuss einer Weltreise an einem Ort kommen. Aber auch über die Länderpavillons hinaus gab es einiges zu sehen, zum Beispiel den Mobilitätspavillon Alif, der über den größten Personenaufzug der Welt verfügte, in dem über 160 Fahrgäste Platz finden. Im Themenbereich Opportunity lohnte sich ein Besuch in den Pavillons A Good Place und Mission Possible, die Projekte des Innovation Impact Grant-Programms von EXPO Live zeigten und die 140 Innovatoren aus 76 Ländern unterstützen. In diesem Bereich war Baden-Württemberg als einziges Bundesland mit einem eigenen, 2.300 Quadratmeter großen Pavillon vertreten, für den über 70 Tonnen lokalen Fichtenholzes nach Dubai EXPOrtiert wurden. Während sich der Sustainability-Pavillon Terra mit grundsätzlichen Belangen ganzheitlicher Nachhaltigkeit beschäftigte, feierte der Vision Pavillon in diesem Themenbereich die persönliche Zukunftsvision von Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktum, dem Vizepräsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate und dem amtierenden Herrscher von Dubai. Auch der Women’s Pavillon zeigte an dieser Stelle eine bewundernswerte Progressivität im Rahmen der Gleichberechtigung und Toleranz. Im Nachhaltigkeitskomplex war auch der deutsche Länderpavillon zu finden: Campus Deutschland präsentierte faszinierende Themenbereiche wie das Energielabor, das Labor der Stadt der Zukunft und das Labor der biologischen Vielfalt. Zum Abschluss der Weltausstellung wurde dem deutschen Pavillon vom Bureau International des EXPOsitions der EXPO Gold Award für seine Interpretation der Thematik in der Kategorie XL-Pavillon verliehen. Neben der Erforschung vielfältiger und kreativer Ideen und technologischer Innovation, um die Themen Nachhaltigkeit, Mobilität und Chancengleichheit zur Gestaltung einer optimistischen Zukunft der Welt fand ein großer Teil des EXPO-Programms auf der Al Wasl Plaza statt: Diese zentrale Anlaufstelle für die Besucher aus aller Herren Länder (und natürlich auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten selbst) befand sich unter einer überdimensionalen Kugel mit 150 Metern Durchmesser in einer Höhe von 65 Metern – hier fanden täglich beeindruckende Veranstaltungen statt wie zum Beispiel die atemberaubenden und einmaligen Eröffnungs- und Abschlusszeremonien der Weltausstellung. Zudem fungierte dieser Hauptpavillon als verbindendes Element und Knotenpunkt zwischen den Themenpavillons zu Nachhaltigkeit, Mobilität und Chancen und etablierte sich als beliebter Treffpunkt für Besucher, Aussteller und Mitarbeiter – mit einem breiten Angebot an Parks, Restaurant und anderen einladenden Lokalitäten, die den Al Wasl Plazl zum zentralen Ort der internationalen und interkulturellen Zusammenkunft machten. 

Ihr Weg zur EXPO 2020

Bereits die Wahl Dubais als Veranstaltungsort der Weltausstellung wurde in der Wüstenmetropole am Arabischen Gold mit einem ausgiebigen Feuerwerk gefeiert und der darauffolgende Tag zu einem nationalen Feiertag für alle Bildungseinrichtungen im Land erklärt. Der regierende Emir Muhammad bin Raschid Al Maktum kündigte an, dass die EXPO 2020 in Dubai „die Welt staunen“ lassen werde – ein optimistisches und zuversichtliches Versprechen. Aber als die Weltausstellung am 30. September 2021 offiziell ihre Pforten öffnete, ließ schon die Eröffnungzeremonie Großes erwarten: So gaben sich zum Beispiel der italienische Startenor Andrea Bocelli mit The Prayer, die britische Sängerin Ellie Goulding mit Anything Could Happen und der chinesische Ausnahmepianist Lang Lang die Ehre, der einheimische Komponist Hussain Al Jassmi und die Sängerinnen Mayssa Karaa und Almas präsentierten den EXPO-Titelsong This Is Our Time und ganz im Sinne der interkulturellen und internationalen Zusammenarbeit gaben die beninische Sängerin Angélique Kidjo und ihr saudischer Kollege Mohammed Abdu ein Duett von John Legends If You’re Out There zum Besten. 

Strotzend vor Selbstbewusstsein gab der Scheich bekannt, dass er 25 Millionen Besucher erwarte, von denen 90 Prozent aus dem Ausland extra zur Weltausstellung anreisen sollten. Für diese exorbitanten Besucherströme wurde von den Verantwortlichen in Dubai entsprechende Vorkehrungen getroffen: Von der Eröffnung neuer Hotels über die Errichtung eines eigenen EXPO-Dorfes bis zum Bau einer eigenen Metrolinie zum 438 Hektar großen Ausstellungs- und Veranstaltungsgelände zwischen den Emiraten Dubai und Abu Dhabi wurden wirklich alle Register gezogen – Dubai wollte natürlich auch zur Weltausstellung seinem Ruf gerecht werden, eine Metropole der Superlative zu sein und die enormen Erwartungen und Versprechen erfüllen. Die Absicht, einen Großteil von Besuchern aus dem Ausland anzulocken (das wären laut der Rechnung des Scheichs immerhin 12,6 Millionen) schien ein wenig hoch angesetzt, da bei den bisherigen Weltausstellungen die überwiegende Mehrheit der Besucher aus dem Gastgeberland stammt. Das Wüstenemirat am Arabischen Golf war aber voller Überzeugung damit, dass Dubai von vielen Orten aus innerhalb von maximal sechs Stunden zu erreichen sei. Tatsächlich sind sowohl der Dubai als auch der Abu Dhabi International Airport große Drehkreuze und Knotenpunkte der Fluggesellschaft Etihad Airways und nur rund eine Autostunde vom Ausstellungsgelände der EXPO 2020 entfernt. Vom Frankfurter Flughafen aus wären Sie tatsächlich mit einem Nonstop-Flug der Lufthansa in knapp sechseinhalb Stunden in Dubai. 

Das EXPO-Gelände war 182 Tage lang täglich für Gäste der Weltausstellung von 10 Uhr bis Mitternacht geöffnet, donnerstags und freitags sogar bis 2 Uhr. Dabei gab es für Besucher eine Vielzahl von Möglichkeiten, komfortabel auf das Ausstellungsgelände zu gelangen, zum Beispiel per Taxi oder Mietwagen, die für Dubaier Verhältnisse vergleichsweise erschwinglich daherkommen. Wer sich für einen Mietwagen entschlossen hatte, konnte diesen auf einem der 30.000 Parkplätze gratis abstellen, einen (wenn auch gebührenpflichtigen Parkservice in Anspruch nehmen und sich mit dem EXPO-Shuttle-Service zum Eingang des EXPO-Areals chauffieren lassen. Viele Besucher nutzen allerdings mit Freuden die eigens zu diesem Zweck eingerichtete Metrostation der roten Linie, die Besucher direkt vom Flughafen zur EXPO-Station beförderte. Bereits auf der 70-minütigen Fahrt durch Dubai gab es hier einiges zu sehen. Wer sich bereits länger in Dubai aufhielt, konnte den Weg aus Downtown auf 45 Minuten verkürzen, von der Dubai Marina aus war man sogar in 20 Minuten auf dem Ausstellungsgelände. Eine Fahrt mit der Metro zur EXPO-Station kostete moderate 1,80 €, die sogenannten EXPO Rider Buses brachten zahlreiche Besucher sogar gratis von mehreren Standorten in Dubai aus zum EXPO-Areal, zum Beispiel ebenfalls vom Flughafen aus oder von Palm Jumeirah, der Dubai Mall oder von Al Ghubaiba am Dubai Creek aus, ohne dass hier allzu lange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen.

Auch wenn Dubai als Inbegriff der Superlative, der Extreme und des Luxus gilt, musste man für den Besuch auf der EXPO 2020 nicht allzu tief in die Reisekasse greifen: Eine Tageskarte war für günstige 45 Dirham (umgerechnet etwa 12 €) zu erwerben. Zuletzt sollten auch noch die letzten Gäste zum Besuch der Weltausstellung ermutigt werden: mit einer Saisonkarte Finale, die zum unbegrenzten Einlass auf dem EXPO-Gelände an beliebig vielen Tagen bis Ende März berechtigte und mit einem Preis von 200 Dirham (etwa 50 €) ein absolutes Schnäppchen für dieses einmalige Erlebnis war. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Studenten mit gültigem Studentenausweis, Personen über 60 Jahren sowie Menschen mit Behinderung konnten die Freuden der EXPO 2020 sogar ganz ohne Eintritt genießen. 

Auch die Corona-Pandemie zollte natürlich ihren Tribut – schließlich hatte die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate im April 2020 einen Antrag auf Verschiebung der Weltausstellung aufs nächste Jahr gestellt. Zugangsvoraussetzung zum EXPO-Gelände war für alle Besucher ab 18 Jahren entweder eine Impfung gegen Covid-19 oder ein negatives und maximal 72 Stunden altes PCR-Testergebnis. Zudem galt auf dem gesamten Gelände Maskenpflicht, auch im Freien. 

Wussten Sie schon?

Einmal auf dem Ausstellungsgelände der EXPO 2020 angekommen, war es, als wäre man in eine neue Welt eingetreten – hier eröffnete sich den Besuchern ein buntes Sammelsurium aus Pavillons, Parks, Event-Bühnen, Restaurants und einer unzähligen Vielfalt von Details und Attraktionen. Hier präsentieren wir Ihnen eine Auswahl besonderer Highlights und Fun Facts: 

·       Das gesamte EXPO-Gelände umspannt mehr als vier Quadratkilometer, das entspricht einer Gesamtfläche von über 600 Fußballfeldern. 

·       Ganz im Sinne der innovativen Zukunftsvision und dem Motto Connecting Minds, Creating the Future, konnten die Besucher auf dem EXPO-Gelände mit über 100 Robotern interagieren: Sie begrüßten die Gäste, reichten ihnen Speisen und Getränke oder zeigten ihnen den Weg zum nächsten Pavillon. Außerdem konnten die mit Touchscreens ausgestatteten und mit 5G-Technologie betriebenen Künstlichen Intelligenzen Erinnerungsfotos der besonderen Art schießen – damit den Besuchern ihre „Weltreise“ noch lange in guter Erinnerung bleibt.

·       Im Hinblick auf technische Innovationen und Nachhaltigkeit konnte man Im spanischen Pavillon ein Hyperloop-Fahrzeug betrachten, das als  Verkehrsmittel der Zukunft eines Tages bis zu 1.000 Stundenkilometer zurücklegen soll, während es in den Pavillons des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Arabischen Emirate um Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Luftfahrt geht. 

·       Zu den mehr als 30.000 Mitarbeitern der EXPO 2020 gesellte sich noch eiinmal die gleiche Anuahl an freiwilligen Helfern, um den Besuchern ein einmaliges Erlebnis zu bereiten. 61 Prozent von ihnen waren Emiratis und im Durchschnitt 21 Jahre alt. Einstellungskriterium waren neben der jeweiligen Muttersprache und fließendem Englisch außerdem eine weitere Sprache, um möglichst viele Besucher in ihrer Landessprache begrüßen zu können. Außerdem mussten alle Mitarbeiter dahingehend überzeugen, dass ihnen die Themen der EXPO 2020 und ein Beitrag zur Völkerverständigung besonders am Herzen liegen. 

·       In die Zeit der Weltausstellung in Dubai fiel auch der 50. Geburtstag des vergleichsweise jungen Landes am Arabischen Golf. Bereits im November bereitete man sich auf das UAE Golden Jubilee vor, das dann schließlich am 2. Dezember gebührend gefeiert wurde. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten begab sich auch Prince William als Ehrengast auf seinem ersten offiziellen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf das EXPO-Gelände. 

·       Auch wenn ein Nationalfeiertag eines der Teilnehmerländer in den Zeitraum der EXPO fiel, fanden auf der Al Wasl Plaza entsprechende Feierlichkeiten statt, um dieses Ereignis gebührend zu honorieren. So wurden zum Beispiel die Nationalfeiertag von Deutschland, Peru und Marokko mit einem bunten Programm auf dem EXPO-Gelände begangen – nicht nur ein Highlight für die jeweiligen Ländern, sondern ebenfalls für die Besucher aus aller Welt, die so in den einmaligen Genuss einer fremden Kultur kamen. 

·       Von Jogging- und Fahrradtouren über Bouldern bis Cross Fit und Hyrox: Täglich konnten die Besucher ein abwechslungsreiches Fitnessprogramm in der freien Natur des EXPO-Parks absolvieren. 

·       Für die jugendlichen Besucher der Weltausstellung gab es im eigens für sie konzipierten Youth Pavillon ein individuell auf diese Zielgruppe abgestimmtes Programm: Hier konnten sich die Teenager in einem offenen und kreativen Raum frei (und abseits der wachsamen Augen ihrer Eltern) frei bewegen und zahlreiche Aktivitäten ausprobieren.

·       Über die zentralen Themenfelder Nachhaltigkeit, Mobilität und Chancengleichheit hinaus, wurden im Laufe der EXPO 2020 insgesamt zehn Themenwochen veranstaltet. Hier standen Veranstaltungen, Aktivitäten und Rahmenprogramm  ganz im Sinne der Themen Klima, Biodiversität, Weltall, Toleranz, Inklusion, Reisen, Essen, Landwirtschaft und Subsistenz – die Weltausstellung war also einmalig von einem ganz neuen zukunftsträchtigen und universellen Ambiente geprägt. 

·       Im November fand noch ein weiteres Ereignis der Extraklasse statt: Auf dem EXPO-Gelände wurde die Schachweltmeisterschaft zwischen dem Norweger und amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen und dem Russen Jan Nepomnjaschtschi unter der Schirmherrschaft des Weltschachverbands FIDE ausgetragen. Dieses langerwartete sportliche Highlight wurde gemeinsam mit der EXPO 2020 selbst um ein Jahr verschoben. Carlsen gewann den Wettkampf, der auf 14 Partien angesetzt war, bereits in der elften Runde mit 7½ zu 3½ Punkten und sicherte sich zum fünften Mal den Weltmeistertitel. 

Besucherzahlen

Ist Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktums Plan, bis Ende März 25 Millionen Besucher zur Weltausstellung nach Dubai zu locken, nun gelungen? Ende Februar wurden insgesamt 14 Millionen Besucher auf der ersten Weltausstellung im Nahen Osten gezählt, das macht ungefähr 100.000 Menschen pro Tag. Dass die erwarteten Besucherzahlen nicht erreicht wurden, kann natürlich mit der anhaltenden Pandemie und den mit ihr verbundenen Reisebeschränkungen liegen, die das Konzept der EXPO 2020 in Dubai deutlich durcheinandergewirbelt haben. Auch wenn es in den letzten Wochen auf dem EXPO-Gelände noch einmal voller wurde, ergeben Schätzungen eine Besucherzahl von knapp über 20 Millionen, die es zur Weltausstellung lockt. Ein Anstieg, der tatsächlich zu 25 Millionen Besuchern geführt hätte, hätte auch in den letzten Wochen erfordert, dass täglich über eine halbe Millionen Besucher das Ausstellungsgelände besucht hätten – trotz der strategischen Ausnutzung des Geländes hatten solche Besucherströme selbst die Kapazitäten der größten Pavillons gesprengt. 

2010 fand die EXPO in Shanghai statt und hält den bisherigen Rekord der am besten besuchten Weltausstellung mit durchschnittlich 400.000 Besuchern pro Tag, die sich allerdings auf ein bedeutend größeres Areal verteilten. Die Rekordmarke von einer Million EXPO-Besuchern war in Corona-Zeiten trotz effektiver Sicherheits- und Hygienemaßnahmen schier undenkbar und utopisch. Du einen Rückgang von Reisebeschränkungen und neuen Öffnungen weltweit konnte gegen Ende der EXPO 2020 ein enormer Besucherzuwachs verzeichnet werden, sodass knapp 20 Millionen Besucher durchaus eine Zahl sind, auf die die Veranstalter stolz sein können. Damit ist die EXPO 2020 von den Besucherzahlen her mit Deutschlands erster und bisher einziger Weltausstellung zum neuen Jahrtausend in Hannover vergleichbar, zu der etwa 18 Millionen Besucher anreisten. Auch 2015 in Mailand konnte das Phänomen beobachtet werden, dass es meistens noch einmal voller auf dem EXPO-Gelände wird, wenn ein solches Once-in-a-Lifetime-Event auf sein Ende zusteuert. It’s now or never before it’s gone forever: Auch in Dubai machten sich die Veranstalter die diversen Corona-Lockerungen zunutze und versuchten, mit aufwendigen Werbekampagnen und Schnäppchentickets noch einmal so viele Besucher wie möglich auf die Wüsten-EXPO zu locken. 

Eine Besonderheit, die bereits 2020 geplant war, war die Möglichkeit, die EXPO in Dubai auch virtuell zu besuchen – diese wurde nicht nur aufgrund der Pandemie außergewöhnlich positiv auf- und angenommen und übertraf alle Erwartungen der Veranstalter, die mit 120 Millionen virtuellen Besuchern weit über den Besucherzahlen vor Ort liegen. Das mag auch an einer Vielzahl einzigartiger Live-Konzerte liegen, die über die Website virtualEXPOdubai.com und auf dem YouTube-Kanal der EXPO 2020 gestreamt wurden. Allein das lang erwartete Konzert Infinite Nights der britischen Band Coldplay um Sänger Chris Martin lieferte einen exklusiven Vorgeschmack auf ihre anstehende Music of the Spheres World Tour und lockte über eine halbe Million Zuschauer vor die Bildschirme. Das Ende der EXPO 2020 stand der beeindruckenden Eröffnungsveranstaltung in nichts nach: Bei der imposanten Abschlusszeremonie am 31. März feierten über 400 Künstler auf der Al Wasl Plaza den Abschluss der Weltausstellung in Dubai – mit Auftritten von internationalen Business-Größen wie den Sängerinnen Christina Aguilera und Norah Jones sowie dem Cello-Wunder Yo-Yo Ma. Gekrönt wurde die erste Weltausstellung im Nahen Osten mit einem großen Feuerwerk und einer atemberaubenden Licht- und Soundshow. 

Unser Fazit

Mit der Abschlusszermonie am 31. März ging eine Weltausstellung zu Ende, die neue Standards im Bereich des digitalen Storytellings setzte und ihren Besuchern 182 Tage lang immersive Experiences der Extraklasse bot. Die Liste der verantwortlichen Architekten und Kreativagenturen aus 192 Ländern liest sich wie das Who’s Who der Branche und sorgte dafür, dass sich das Wüstenemirat am Arabischen Golf für ein halbes Jahr in einen globalen Marktplatz innovativer Ideen und Technologien verwandelte. Besondern thematisch und inhaltlich tat sich diese Weltausstellung durch besonderen Tiefgang durch einen globalen und interkulturellen Ansatz und der Behandlung der Themenfelder Nachhaltigkeit, Mobilität und Chancengleichheit aus – um ihrem Motto Connecting Minds, Creating the Future im vollen Ausmaß gerecht werden zu können. Auch hinsichtlich visionärem Digital Signage und Storytelling beeindruckte die EXPO 2020 durch neue Maßstäbe. 

Das EXPO-Gelände soll auch nach dem Ende der Weltausstellung aber nicht stillgelegt werden, sondern sich zur Mikrostadt District 2020 weiterentwickeln – mit einem auf Innovation, Vision und Nachhaltigkeit ausgerichtetem Ökosystem, das im Sinne des EXPO-Mottos Menschen und ihre Ideen aus der ganzen Welt in Dubai zusammenbringt und die Entwicklung digitaler Innovationen und Technologien fördert und eine Zukunft zum Wohle aller gestaltet. Auch wenn die digitale Immersion vermutlich nicht in dem Umfang weiterlaufen wird, wie man es während der Weltausstellung erlebt hat, sollen rund 80 Prozent der Gebäude auf dem Areal weiterverwendet und einem neuen Zweck zugeführt werden – für eine gelebte und ganzheitliche Nachhaltigkeit. 

Diese neuen Maßstäbe, die bei der EXPO 2020 in Dubai gesetzt wurden, lassen große Erwartungen für die nächste Weltausstellung wachsen – diese soll 2025 im japanischen Osaka stattfinden. 

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